Start in den Traumberuf

Bewerbung, Auswahltest und Vorstellungsgespräch

Wenn du den Traumberuf ausgewählt hast, solltest du die Bewerbungen gründlich vorbereiten. Sicherlich ist es sinnvoll, nicht nur „ein Eisen im Feuer“ zu haben, sondern deine Bewerbung an mehrere in Frage kommende Betriebe schicken. Einige Tipps dazu haben wir für dich zusammengestellt:


 
Die Bewerbungsmappe

Jede schriftliche Bewerbung besteht aus folgenden Teilen:

  • Anschreiben - lose auf die übrigen Unterlagen (in einem Klarsichthefter oder einer Mappe) legen
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Zeugniskopien (falls noch kein Schulabschlusszeugnis vorliegt, ein Zwischenzeugnis nehmen, möglichst auch das Zeugnis des Vorjahres)
  • Praktikumsnachweise, Bescheinigungen über absolvierte Kurse, zusätzliche Qualifikationen, Nebenjobs – falls vorhanden (alle in Kopie, keine Originale)

Alle Unterlagen sollten möglichst das Format DIN A 4 haben.

Das Anschreiben und der Lebenslauf, die du beide unterschreiben musst, sollten im gleichen Schrifttyp verfasst sein und natürlich dasselbe Datum tragen.

Für jede Bewerbung solltest du neue Kopien machen und den Lebenslauf neu ausdrucken.

Ein gutes Bewerbungsfoto (muss nicht ungedingt sein, wird aber gerne von den Personalverantwortlichen gesehen) leicht auf ein Deckblatt oder auf den Lebenslauf kleben (hinten mit Bleistift deinen Namen darauf schreiben).
 


Das Bewerbungsschreiben / Download


In das Anschreiben (nicht länger als eine DIN-A4-Seite) gehören dein Name, Anschrift, Telefonnummer, evtl. Email-Adresse sowie das - natürlich aktuelle - Datum.

Die Anschrift des Betriebes, bei dem du dich bewirbst, muss korrekt und vollständig sein. Finde möglichst auch den konkreten Ansprechpartner heraus, diesen kannst du dann mit in die Anschrift einsetzen und im Schreiben persönlich ansprechen.

In der Bezugszeile muss genau stehen, um welchen Ausbildungsplatz du dich bewirbst.

Als erstes führst du auch im Brieftext auf, um welchen Ausbildungsplatz du dich bewirbst und woher du davon erfahren hast (Zeitungsanzeige, über Lehrer oder Freunde usw.). Danach berichtest du über deinen Schulverlauf und über den (geplanten) Abschluss.

Begründe, warum du meinst, dass gerade dieser Ausbildungsberuf genau zu deinen Fähigkeiten und Qualifikationen passt (z.B. Lieblingsfächer in der Schule, interessantes Betriebspraktikum in diesem Beruf) und was dich besonders daran interessiert (hierbei bietet dir AlleBerufe.de eine wertvolle Unterstützung). Informiere dich über das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, und führe auf, warum du gerade diese Firma als Wunsch-Ausbildungsbetrieb gewählt hast.

Falls du über besondere Aktivitäten verfügst, z.B. wenn du in einem Ehrenamt in der Kirchengemeinde oder in der Jugendarbeit tätig bist, solltest du dies auf jeden Fall erwähnen, weil es dein besonderes Engagement unterstreicht.

Selbstverständlich muss das Anschreiben fehlerfrei sein; Rechtschreib-, Grammatik- oder Flüchtigkeitsfehler machen einen schlechten Eindruck. Am besten lässt du dein Bewerbungsschreiben von deinem Lehrer oder jemanden, den du dafür für fähig hältst, kontrollieren.

Zum Schluss des Anschreibens um die Gelegenheit bitten, dich persönlich vorstellen zu dürfen.

Das Anschreiben musst du ordentlich unterschreiben (keine Krakel). Danach führst du die Anlagen aller beigelegten Dokumente auf (s. hierzu auch Bewerbungsmappe und Lebenslauf).

Bedenke: Mit deinem Bewerbungsschreiben machst du Werbung für dich selbst, formuliere es daher realistisch und selbstbewusst.

Hier findest du ein Muster-Anschreiben. Schreibe es aber bitte nicht genau ab, sondern nutze es nur als Empfehlung / Formulierungshilfe. Wichtig ist, dass du hier auch eigene Worte findest.
 
Download:   Muster Bewerbungsschreiben für einen Lehrstelle
 


Der Lebenslauf / Download

Ein Lebenslauf - nicht länger als eine DIN-A4-Seite - soll Eckdaten deines Lebens darstellen. Sinnvoll ist, ihn in fünf Abschnitte zu gliedern:
 
  • Persönliche Daten
  • Verlauf der Schulbildung
  • Besondere Kenntnisse
  • Bisherige berufliche und/oder praktische Erfahrungen (z.B. Betriebspraktikum, Ferienjobs)
  • Interessen und Hobbys
 
Der Lebenslauf sollte der Übersichtlichkeit halber immer in tabellarischer Form geschrieben sein. Ein gutes Foto muss nicht beigefügt werden, es wird aber von den Personalverantwortlichen gern gesehen. Das Foto sollte oben rechts auf dem Blatt leicht aufgeklebt werden (auf der Rückseite mit Bleistift deinen Namen schreiben).
 
Die Formatierung muss übersichtlich sein, Überschriften sollten fettgedruckt und die eingerückten Angaben ordentlich untereinander angelegt sein. Der Schulabschluss muss immer angegeben werden; falls du noch keinen hast, kannst du den „voraussichtlichen Abschluss“ aufführen.
 
Angaben zu Eltern und deren Berufen sowie zu Geschwistern sind freiwillig. Deine Religionszugehörigkeit solltest du nur aufführen, wenn der Betrieb dies, z.B. in seiner Stellenausschreibung, wünscht.
 
Die aufgeführten Zeiten sollten „lückenlos“ sein; ein nicht beschriebener Zeitraum lässt evtl. negative Vermutungen zu.
 
Der Lebenslauf muss am Ende mit Ort, Datum und deiner persönlichen Unterschrift versehen sein. Das Datum des Anschreibens und des Lebenslaufes muss auf jeden Fall übereinstimmen.
 
Übrigens: Überlege, welche deiner Erfahrungen oder Interessen am besten zu der Ausbildungsstelle passen. Insofern kann es sein, dass dein Lebenslauf bei unterschiedlichen Bewerbungen auch unterschiedlich ausfällt. Du solltest bei der Aufführung deiner Interessen/Hobbys darauf achten, dass du dich damit von den übrigen Bewerbern unterscheidest und deine Persönlichkeit zeigst (nur Chatten oder Fernsehen macht keinen guten Eindruck).
 
Hier findest du ein Lebenslauf-Muster.
Download:   Muster Lebenslauf
 


 
Der Auswahltest und das Vorstellungsgespräch

Solltest du zu einem Auswahltest gebeten werden, so empfehlen wir dir die Broschüre „Orientierungshilfe zu Auswahltests“ mit Training, Tipps und Taktik für Auswahltests, die du bei der Bundesagentur für Arbeit beziehen kannst oder im Internet hier herunterladen kannst.

Wenn du dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, solltest du dich natürlich auf jeden Fall gut vorbereiten. Fasse für dich gedanklich zusammen, warum du dich gerade bei diesem Betrieb beworben hast. Informiere dich noch einmal über den Betrieb selbst und mache deine Kenntnisse beim Vorstellungsgespräch deutlich, damit zeigst du dein besonderes Interesse. Übe dies vielleicht sogar vorab in einem Gespräch mit deinen Eltern oder Klassenkameraden.

Es ist selbstverständlich, dass du ordentlich angezogen bist, auf jeden Fall pünktlich zum Termin erscheinst und höflich auftrittst.

Es empfiehlt sich, im Anschluss an das Vorstellungsgespräch deine eigenen Eindrücke über den Betrieb kurz schriftlich festzuhalten. Denn: nicht nur der Betrieb entscheidet über eine eventuelle Zusammenarbeit, sondern auch du selbst hast die Wahl!